Franziskanische Gemeinschaft in Mariabuchen
Ordo Franciscanus Saecularis
 
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Ausflug am 24. Juni 2014

Verreisen mit dem Bus. Fremdes sehen und erleben, Neues entdecken.

"Zu dir, oh Gott, erwache ich in dieser Morgenstunde." Mit diesem Gebet eröffnete P. Paul unsere Fahrt. Im Vertrauen auf Gott und auch der Fürsprache der Muttergottes empfohlen begannen wir die Reise. "Wer glaubt, ist nie allein, wer betet ist nie allein. Die Menschen verbinden mit Wallfahrt Schweres. Aber auch Dankbarkeit hat hier ihren Platz, Hoffnung, daß Gott uns weiterhin in den Händen hält." Wallfahren bedeutet auch Gemeinschaft erleben, miteinander reden, beten und fröhlich sein.

In Laudenbach bei Weikersheim angekommen besichtigten wir die Bergkirche. Durch den Pfarrer der Gemeinde erhielten wir eine Führung. An der linken Seite im Altarraum befindet sich eine Darstellung der Muttergottes mit dem Jesuskind und der Hl. Drei Könige aus der Werkstatt von Tilman Riemenschneider. Die Flügelaltäre sind nach Kupferstichen von Albrecht Dürer gemalt. Im Hochaltar befindet sich die Schmerzensmutter, den Blick auf Christus gerichtet.

Nach der Führung durch die Kirche feierten wir die Hl. Messe. P. Paul ging in seiner Ansprache auf das Evangelium des Tages ein. "Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft der Johannes heißt", wurden Elisabeth und Zacharias angesprochen. "Aber mit Johannes sollte etwas Neues beginnen. Und so stellt uns Gott vor Augen, daß er mit uns auch etwas Neues beginnen kann. Es muß nicht immer alles bleiben wie es ist. Es gibt immer noch etwas zu tun. Sich Gott öffnen, damit Gott wirken kann," so P. Paul, belegt mit dem Gleichnis von Elisabeth, Zacharias und Johannes.

Die Fahrt ging weiter nach Creglingen, wo wir im Herrgottstal das Mittagessen einnahmen. Danach konnte man auswählen zwischen Besichtigung und Führung in der Herrgottskirche oder im Fingerhutmuseum. Beides sehr interressante Sehenswürdigkeiten. In der Herrgottskirche befindet sich ein weiteres Kunstwerk Tilman Riemenschneiders. Der zwischen 1490 und 1510 entstandene Marienaltar. Er steht auf dem Basisaltar aus Stein, der die Stelle des legendenhaften Hostienfundes markiert. Unter anderem ist die Krönung Mariens darauf zu sehen, Engel halten ihr die Krone. Über allem steht der auferstandene Christus als Schmerzensmann. Ein besonderes Erlebnis ist wenn um den 15.August, Mariä Himmelfahrt, die auffahrende Maria von den Strahlen der Abendsonne beleuchtet wird. Im Fingerhutmuseum gibt es vielerlei Fingerhüte und auch Nähzeug zu bewundern. Auch konnte man erfahren daß der Fingerhüter einst ein sehr geachteter und anerkannter Handwerksberuf war.

Kaffee und Kuchen gab es auf dem Platz vor der Liebfrauenbrunnkapelle in Werbach wo wir anschließend Andacht hielten über die sieben Schmerzen Mariens. Im Hauptaltar der Kapelle befindet sich eine Darstellung wie Gott Vater Christus am Kreuz in seinen Händen hält, darüber der Hl Geist in Gestalt der Taube. Das Wasser der Quelle unterhalb der Kapelle soll Heilwirkung haben.

Letzter Halt des Tages war das Gasthaus "Zum Stern" in Rettersheim in dem das Abendessen für uns bestellt war. Froh und glücklich über den schönen Tag fuhren wir dann zufrieden heim.

Felicitas Handel

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