Mariabuchen

Karwoche – Leiden, Stille und die Hoffnung, die bleibt
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Leiden, Stille und Hoffnung


aus einem Deckenfresko im Kloster Marienberg, Burgeis, Südtirol



Gottesdienstordnung vom Palmsonntag - Ostersonntag



✩ (Jesaja 53,4) ✩

"Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen."



Die Karwoche beginnt am kommenden Palmsonntag.

Vom Palmsonntag am 29. März bis zum Karsamstag am 4. April durchleben wir als Christen die tiefste und bewegendste Woche des Kirchenjahres – die Woche der Klage, des Leidens und der stillen Erwartung. Kleiner Kalender Wir stehen vor dem Kreuz. Und dieses Jahr fühlt es sich anders an als in ruhigeren Zeiten. Denn die Welt, in der wir diese Woche begehen, ist keine friedliche. Kriege erschüttern Europa und den Nahen Osten. Menschen fliehen, hungern, sterben. Völker leben in Angst. Hass und Gleichgültigkeit vergiften den Umgang der Menschen miteinander. Wer ehrlich in die Nachrichten schaut, dem kann das Herz schwer werden. Und doch: Genau in diese Welt hinein spricht die Karwoche ihr tiefes Wort.



Das Kreuz ist kein Sinnbild der Niederlage

– es ist das Zeichen dafür, dass Gott selbst in das Leid dieser Welt hineingegangen ist. Jesus von Nazareth ist nicht an einem sicheren Ort geblieben. Er hat gelitten, ist verraten worden, hat Ungerechtigkeit erfahren. Der Karfreitag erinnert an sein Leiden und Sterben am Kreuz. Der Karsamstag, der Tag der Grabesruhe, hält inne – in der Stille vor dem, was noch kommt. Kleiner Kalender Diese Stille kennen wir. Wir kennen sie aus den Momenten, in denen wir nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll. Aus Nachrichten, die uns sprachlos machen. Aus dem Gebet, das manchmal keine Antwort zu finden scheint.



Aber die Karwoche endet nicht am Karsamstag.

Ostersonntag ist am 5. April 2026 Stuttgarter Zeitung – und er trägt die älteste und kühnste Botschaft der Menschheitsgeschichte: Er ist auferstanden. Das Leid hat nicht das letzte Wort. Der Tod ist nicht das Ende. Hoffnung ist keine Naivität – sie ist die tiefste Form des Glaubens. Mariabuchen lädt dazu ein, in diesen Tagen innezuhalten. Im Rauschen der Nachrichten, im Lärm der Welt, im eigenen Sorgen und Hasten – einen Moment lang stillzustehen. Vor dem Kreuz. Im Gebet. In der Gemeinschaft der Glaubenden.



Hier, an diesem Ort der Zuflucht,

haben Menschen seit Jahrhunderten ihre Not gebracht. Kriege, Seuchen, persönliche Krisen – die Wallfahrtskirche Maria Buchen war immer ein Ort, an dem Erschöpfte Kraft geschöpft haben. Das gilt heute nicht weniger als damals. Wir müssen die Welt nicht retten. Aber wir dürfen sie Gott anvertrauen. Wir dürfen beten – für die Menschen in Kriegsgebieten, für die Mächtigen, dass sie Weisheit empfangen, für uns selbst, dass wir nicht gleichgültig werden.


Gesegnete Karwoche.

Möge das Licht der Osternacht heller leuchten als alle Dunkelheit dieser Zeit.

Die Patres aus Mariabuchen, die Kirchenverwaltung und die Mitarbeiter im Wallfahrtswerk Mariabuchen e.V.