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Unterwegs

Unser Weg nach Mariabuchen

Besinnung zu Beginn der Wallfahrt (2)

Seit im Jahre 1395 ein armer Schäfer aus Sendelbach das Bild der schmerzhaften Mutter
mit dem toten Heiland auf dem Schoß schnitzte und in eine Buche stellte,
pilgern Menschen aus nah und fern hoffnungsvoll zum Gnadenbild nach Mariabuchen.
Auch wir wollen heute unsere Anliegen zur Gottesmutter tragen und ihr an dieser Station
den Hunger und die Not in der Welt ans Herz legen.

Wissen wir persönlich eigentlich, was Hunger und Elend ist?

Doch wohl kaum!

Darbten im und nach dem 2. Weltkrieg nicht eher unsere Mütter, als dass sie uns Kinder Hunger spüren ließen?
Oder spürten wir den Hunger nicht, weil keiner mehr hatte als der andere
und jeder mit jedem sein Weniges teilte?
Und heute?
Sollten wir heute nicht zufrieden und dankbar sein, dass wir in einem Land
leben dürfen, wo es uns immer noch gut gehen kann, wenn wir wieder
lernen würden, bescheidener zu leben und nicht immer noch mehr fordern
würden?
Mitverantwortung für unseren Nächsten könnten Hunger und Not lindern.
Deshalb meine Überlegung:
Berühren uns noch Not und Hunger in den Elendsgebieten der Welt, die
uns die Medien aufzeigen so sehr, dass wir nicht nur den Knopf am Sender
weiterdrehen, sondern auch den Knopf unseres Geldbeutels öffnen?
Beschleunigen wir nicht allzu oft unsere Schritte und sehen schnell weg,
wenn ein Obdachloser um ein Almosen bittet?
Warum werfen wir ihm nicht einfach l,- € in die Mütze, ohne lange
abzuwägen, ob Brot oder Schnaps?
Tut es uns weh, wenn wir öfters mal auf Fleisch verzichten?
Tut es uns weh, ab und an mal einen Fastentag einzulegen und das Ersparte
unserer Partnergemeinde Gouno Gang zu spenden?
Heilige Muttergottes,
heute auf dem Weg zu Dir bitten wir Dich:
Lindere den Hunger und die Not auf der ganzen Welt.
Lass die sogenannten "Herrscher der Welt" nicht nur den Frieden fordern,
sondern auch selbst praktizieren in aller Konsequenz und mach ihnen
bewusst, dass die Milliarden Kriegskosten - gezielt eingesetzt - den Hunger
in der Welt lösen könnten.
Lass alle Völker der Erde in Frieden zusammenleben, damit jeder mit
jedem teilen kann.
Mach uns dankbar, dass wir heute diese schöne Wallfahrt erleben dürfen,
mit gefülltem Rucksack und einer frohen Schlussrast und dem Gedanken:
Unser täglich Brot gib uns heute!
Vater unser...
Gegrüßest seist Du Maria...

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